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Die Kirche St. Johannes

Die Kirche St. Johannes
Die Kirche St. Johannes

Aus der Dorfchronik zur 700Jahr-Feier von Guckheim in 1999

lm Jahre 1956 wurde Guckheim Kapellengemeinde. 1959 war in Herschbach eine neue, große und moderne Kirche errichtet worden. Auch unsere, mit so viel Mühen erbaute Kapelle platzte schon aus allen Nähten. Wenn man am Sonntag etwas später dran war, musste man sich mit einem Stehplatz begnügen. Viele standen sogar vor der Kirche, weil die Kapelle nicht alle Gläubigen aufnehmen konnte. Innerhalb von 10 Jahren stand man in Guckheim wieder vor der Frage, wie es weitergehen sollte. Der Antrag auf eine Vergrößerung der Kapelle wurde vom Bischof abgelehnt mit der Begründung, dass die Kapelle in 10 Jahren dann wieder zu klein sei. Auch dem Antrag der Kapellengemeinde, an den Sonn- und Feiertagen zwei Gottesdienste zu halten, konnte infolge des Priestermangels nicht entsprochen werden. Die einzige vernünftige Alternative schien ein Kirchenneubau zu sein.

An einem Mai Abend im Jahre 1959 versammelten sich die Einwohner auf dem Rothenberg, um das Für und Wider eines Kirchenneubaues zu besprechen. Es wurde besprochen, die neue Kirche in der Dorfmitte, im Wiesengelände »Weltersbitz<< zu erstellen. Das Baugrundstück wurde von den zuständigen Stellen besichtigt und für geeignet befunden. Von den Grundstückseigentümern konnten die einzelnen Parzellen zu einem besonders günstigen Preis erworben werden. Erst der dritte Entwurf des Architekten Busch fand die Zustimmung aller beteiligten Stellen. Nach diesem Plan sollte eine Kirche mit Glockenturm und einem Jugendheim errichtet werden. Das Bischöfliche Ordinariat empfahl, den Glockenturm aus Kostengründen später zu erstellen. (Anmerkung:  Später, wann ist das? lm Herbst des Jahres 1960 wurde der Weg zur geplanten Kirche angelegt. Die Vorarbeiten wurden von einigen Dorfbewohnern ausgeführt und standen Wieder wie schon beim Kapellenbau 7 unter der Leitung von Johann Kuhl Vl. Mit den Bauarbeiten konnte im Sommer 1961 begonnen werden. Nach mehreren Rücksprachen mit dem Bischöflichen Ordinariat konnten die Fundamente des Turmes mit errichtet werden. Am 1.10.1961 war die Grundsteinlegung.  Im Frühjahr des Jahres 1962 war die Kirche im Rohbau erstellt, am 17 . Mai 1962 konnte das Richtfest gefeiert werden. Am 8.9.62 hielt der Architekt Busch in der Gastwirtschaft Jung einen Vortrag über neuzeitlichen Kirchenbau.

In dieser Versammlung gab Erich Jung als 1. Vorsitzender der Eintracht Guckheim bekannt, dass der Verein es sich zur Aufgabe gestellt hatte, eine neue Orgel für die Kirche anzuschaffen.

An Weihnachten 1962 konnte die erste Hl. Messe in der neuen Kirche von Pfarrer Friedrich Pascher gefeiert werden. Die ungewohnte Wärme, die die Ölheizung erzeugte, wurde von den Kirchenbesuchern als besonders angenehm empfunden. 

Am ersten Maisonntag des Jahres 1963 stiftete Pfarrer Pascher zusätzlich zum Altarkreuz eine künstlerisch wertvolle Muttergottesstatue. Die feierliche Einweihung unserer neuen Kirche war die letzte Amtshandlung von Pfarrer Friedrich Pascher aus Salz. Nach 29 Jahren verließ er zum 1. Juli 1963 die Pfarrstelle, um in Molsberg seinen Ruhestand zu genießen. Er hatte dort seinen Altersruhesitz errichtet und war fortan Pfarrer Friedrich Pascher, i.R.. Seiner Wesensart und den Bedürfnissen seiner Zeit gemäß interpretierte man in der folgenden Zeit dieses i.R. nicht mit »im Ruhestand« sondern mit »in Reichweite«.

Am 14.Juli 1963 wurde Pfarrer Johannes Hubrich, bisher Kaplan in Königstein im Taunus, durch Dekan Franz Fischbach, Hundsangen, als neuer Pfarrer in Salz eingeführt.

In der Adventszeit 1963 wurde die neue Orgel in Guckheim installiert und am 4. Adventssonntag konnte sie durch den Domkapellmeister Papst eingeweiht werden.

Die Kirche St. Johannes: Frontansicht

Sicht von der Kirchstraße aus mit Sakristei

© Christina Krekel

Sicht von der L300 (Hauptstraße)

Der Eingangsbereich mit Aufgang zur Empore

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Die Kirche bietet Platz für ca. 400 Personen und ist die zweitgrößte in der Pfarrei Liebfrauen Westerburg

Südseite mit Blick auf den Kreuzweg in der Fensterfront

Blick auf die Seite zur L300 mit dem imposanten Kreuzweg in der Fensterfront.

Die einzelnen Darstellungen des Kreuzwegs sind separat in einer eigenen Seite dargestellt (hier klicken)

Die Figur des Hl. Johannes, de Schutzpatron der Kirche

Blick auf die Empore

die neue "Nelson"-Orgel

Die aus England stammende Nelson-Orgel erklingt seit 2017 in der Kirche. Details zur Orgel (hier klicken)

Blick von der Empore

Die große Fensterfront mit der 15. Station des Kreuzweges

Die große Fensterfont zeigt unten recht den auferstandenen Jesus Christus  sowie in großer Darstellung das Osterfeuer