14.03.2018

Die Nelsonorgel

Details zum neuen Instrument

Kurzportrait der Orgel in St. Johannes, Guckheim


Ende der 60er Jahre erhielt die St. Johannes-Kirche in Guckheim eine Pfeifenorgel der Orgelbaufirma Wagenbach (Limburg). Dieses Kegelladen-instrument mit elektrischer Spiel- und Registertraktur umfasste nur 9 klingende Register (insgesamt 537 Pfeifen), die sich auf ein Manual und Pedal verteilten.
Nach 50 Jahren Spielzeit wies das Instrument immer mehr Mängel auf und nur den Insidern unter den Organisten, die die Orgel bespielten, gelang es, der Orgel noch ein halbwegs harmonisches Klangbild zu entlocken.  
Auf die Initiative des Organisten Thomas Dasbach, seit 1987 Organist an St. Johannes, begannen im Jahr 2008 die ersten Überlegungen zur Erweiterung der bestehenden Orgel bzw. zur Anschaffung einer größeren, dem Kirchenraum entsprechenden Orgel. Schnell wurde klar, dass eine Erweiterung des Bestandes sowie ein Orgelneubau aus Kostengründen nicht in Frage kommen würden.
Von etlichen Vorschlägen zur Anschaffung einer gebrauchten Orgel legte die Orgelbaufirma Krawinkel aus Trendelburg-Deisel das beste Gesamtkonzept vor. Als Ergebnis einer mehrjährigen Planungsphase wurde unter Berücksichtigung der Größe des Kirchenraumes und seiner akustischen Verhältnisse schließlich eine englisch-symphonische Orgel angeschafft. Das Orgelwerk wurde 1910 von der bekannten englischen Orgelbauwerkstatt Nelson in Durham als Schleifladen-instrument errichtet und verfügte ursprünglich über 14 Register, die sich auf zwei Manuale und Pedal verteilten. Das Prospekt der Orgel war ursprünglich im Barockstil errichtet. Dieser Stil passte jedoch nicht in die moderne Kirche und es musste eine Lösung für die Außenansicht des Instrumentes gefunden werden. Am Ende fanden die am Orgelprojekt Beteiligten eine Lösung, die zum Kirchbau passt.
Damit das Orgelwerk sowohl liturgischen als auch konzertanten Ansprüchen gerecht wird, wurde zudem die Disposition entsprechend erweitert und die Spiel- und Registertraktur, basierend auf einer modernen SPS-Steuerung, grundlegend erneuert. Zur Sicherstellung der klanglichen und bauzeitlichen Aspekte wurde das für die Erweiterung der Disposition notwendige Pfeifenwerk aus original englischen Pfeifenbeständen gewonnen.
Dank dieser umfangreichen Arbeiten am Orgelwerk umfasst dies nun 22 klingende Register (insgesamt 1.037 Pfeifen), die sich auf zwei Manuale und Pedal verteilen.

 

Bild_Orgel von unten

Im Januar 2026

Der Organist Thomas Dasbach aus Salz

Seit dem 01. August 1987 ist Thomas Dasbach aus Salz der Organist in der Kirche St. Johannes in Guckheim. Er übernahm dieses Amt von Hubert Teusen, der bis dahin neben dem Dirigat des Männerchores der Eintracht  Guckheim auch das Amt des Organisten inne hatte.
Mit Thomas Dasbach ist das Orgelspiel in eine neue musikalische Ära eingetreten. Aufgrund seines Talentes und Könnens ist er in der Lage, dem Instrument die herrlichsten Töne zu entlocken und sich in den Gottesdiensten auch an außergewöhnliche Situationen anzupassen. Er übt dieses Amt mit großer Leidenschaft aus. 

Orgeldisposition

Hier finden Sie die Orgel-Disposition

"Orgelverwandschaft" im Westerwald

Die Orgel ist eine "Schwester" einer als Zweitorgel aufgebauten Nelsonorgel in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Gackenbach [mehr]

Klaus Welzhofer

Ortsausschuss

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